Dru Yoga

Ich probiere immer gerne neue Dinge aus und dazu gehört für mich auch für mich unbekannte Yoga Stile auszuprobieren. Diesmal möchte ich von meiner ersten Begegnung mit Dru Yoga berichten.

Ich versuche neuen Dingen gegenüber offen zu sein und das bedeutet für mich auch mich einfach mal auf Dinge einzulassen, die man sonst nicht machen würde, albern oder echt verstörend findet. Manchmal klappt das besser, manchmal schlechter. Das kommt immer ganz auf meine Tagesform an.

Da ich erst in eine neue Stadt gezogen bin, versuche ich gerade ein Yoga Studio zu finden, welches mir zusagt. Da ich selbst Erfahrung im Unterrichten habe, bin ich da leider sehr picky. Insbesondere was die Lehrer angeht (Was nicht bedeutet, dass ich manche Lehrer schlecht finde, sondern einfach dass ich als Individuum nicht mit jeder Art des Unterrichtens zurecht komme). Ich habe schon ein paar Studios, Stile und Lehrer ausprobiert und gestern bin ich durch Zufall auf den Yogastil Dru gestoßen. Rein aus der Beschreibung heraus hat Dru Yoga sich erstmal interessant angehört und ich hab mich einfach spontan angemeldet.

Was ist Dru Yoga?

Dru Yoga ist eine anmutige und starke Form des Yoga, die auf sanften, fließenden Bewegungen, gezielter Atmung und Visualisierung basiert. Mit seinen Grundlagen, die fest in der alten yogischen Tradition verankert sind, wirkt es auf Körper, Geist und Seele – es verbessert Kraft und Flexibilität, schafft Kernstabilität und soll positive Gefühle verstärken.

Dru Yoga ist ein Yogastil, der mit verschiedenen Positionen, Atemübungen, Entspannung und Meditation arbeitet. Die Serien oder Sequenzen werden als „Energy Block Release“ bezeichnet. Laut „Dru World Wide“ hat dieser Yoga Stil Tausende von Praktizierenden in 31 Ländern.
Das Wort Dru im Namen bezieht sich auf die hinduistische Gottheit Dhruva, einen Prinzen aus der hinduistischen Mythologie, den der Gott Vishnu mit der ewigen Residenz auf dem Polarstern (Dhruva Nakshatra in Sanskrit) geehrt hat.

Dru Yoga zielt darauf ab, Heilung und Einheit zu schaffen, indem es Asanas, Pranayama (Atem) und die alte östliche Tradition der Mudras (Handgesten) kombiniert.

Nach meinem Verständnis ist Dru Yoga ein sanfter, fließender Yogastil, der auf den Lehren von Mahatma Gandhi basiert. In seinen fließenden, eleganten Sequenzen ähnelt er auch dem Tai Chi.

Meine Erfahrung damit

Wie gesagt ich versuche neuen Erfahrungen gegenüber offen zu sein. Und so hab ich mich einfach spontan zu Dru Yoga angemeldet. Die Atmosphäre im Yoga Studio war entspannt und die Lehrerin hat einen kompetenten Eindruck gemacht.

Zumindest bei mir ist es so, dass ich an manchen Tagen Lust auf auspowern habe und an anderen Tagen lieber Yin Yoga bevorzuge. Gestern hätte ich mich gerne bisschen ausgepowert, dass hab ich mit dem Besuch der Dru Yoga Klasse nicht erreicht. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung.

Die Stunde hat mit sehr langsamen, mit dem Atem synchronisierten, fließenden Bewegungen angefangen. Der Atem war die ganze Stunde über zentraler Bestandteil, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Bewegungen den Atem leiten und nicht andersrum. Nach einem sehr entspannten Anfang wurden die Bewegungen etwas mehr fließender und aktiver. Ein großes Plus, war die wirklich gute (viel zu kurze) Selbstmassage. Danach ging es mit fließenden Bewegungen weiter.

Der Ablauf der Bewegungen war sehr harmonisch und wenig anstrengend. Teil von Dru Yoga ist auch das Üben von verschiedenen Atem Techniken und Visualisierungen. Das war eine neue, interessante Erfahrung für mich. Die Atemübungen in Kombination mit der Visualisierung fordern relativ große Konzentration und eine gewisse Offenheit. Wenn ich dir jetzt erzähle „Visualisiere einen Ball aus Licht zwischen deinen Händen und fange an den Ball aus Licht durch den Raum zu bewegen“ Denkst du vermutlich das ist zu spirituell für dich und du kommst dir vielleicht albern vor. Im Nachhinein fühlt es sich zumindest für mich ein bisschen so an, aber in dem Moment hab ich versucht mich darauf einzulassen. Das ist natürlich einfacher, wenn alle beteiligten im Raum das mit einer gewissen Ernsthaftigkeit machen.

Manchmal betrachte ich mich in solchen Situationen von außen und muss bisschen schmunzeln. Denn es sieht mit Sicherheit albern aus, was ich da tue. Aber in einem geschützten Raum ist es eine durchaus interessante Konzentrationsübung.

Tipps für deine erste Dru Yoga Stunde

  1. Sei Pünktlich. Komme wie immer Rechtzeitig, sodass du dir einen guten Platz für deine Yoga Praxis aussuchen kannst und entspannt ankommen kannst.
  2. Sei offen. Nicht alles macht in der ersten Yoga Stunde sinn. Versuche neuem und unbekannten offen gegenüber zu sein und dich einfach mal darauf einzulassen. Gerade die Visualisierungen erfordern ein gewisses Maß an Offenheit.
  3. Fokussiere dich auf dich. Es werden andere Menschen im Raum sein. Versuche dich trotzdem auf dich zu konzentrieren und dich davon nicht ablenken zu lassen. Es ist deine Yoga Praxis und die meisten Menschen wirst du vermutlich nicht wieder sehen. Zieh also dein Ding durch ohne dich für irgendwas zu schämen.

Mehr Tipps für deine erste Yoga Stunde findest du hier.

Fazit

Insgesamt ein eher besonderer Yoga Stil. Durchaus interessant, insbesondere die fließenden fast schon tänzerischen Bewegungen. Besonders gut hab mir die Visualisierung gefallen, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es nicht für jeden etwas ist. Solltest du schon ein bisschen Erfahrung mit Yoga haben und die Möglichkeit Dru Yoga auszuprobieren, solltest du es auf jeden Fall tun. Mir hat es gut gefallen, auch wenn es sehr speziell war.
Falls du ganz neu beim Thema Yoga bist, dann kann ich dir diesen Artikel von mir sehr Empfehlen.

Hast du Dru Yoga schonmal ausprobiert oder Erfahrungen mit Visualisierung gemacht? Wie hat es dir gefallen und welche Tipps oder Fragen hast du dazu? Ich freue mich über jedes Kommentar und jede Mail von dir <3

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