Buchempfehlung: Die 4 Versprechen

Heute möchte ich euch das Buch Die Vier Versprechen oder besser bekannt auch als The Four Agreements – A Practical Guide to a Personal Freedom von Don Miguel Ruiz vorstellen.

Gerade in Yoga-Kreisen wird dieses Buch sehr gehyped, ich finde, es ist aber auch für nicht- Yoga interessiert durchaus interessant.

Was ist ein Versprechen?

Meistens unbewusst und in frühen Jahren manifestieren sich versprechen in unserem Kopf. z. B. ich bin unsportlich, ich bin nicht liebenswert, ich bin nicht gut genug, ich bin nicht musikalisch, ich bin ein Außenseiter, ich bin kompliziert usw. Die Versprechen hast du bestimmt nicht bewusst getroffen, sondern wurden durch eine bestimmte Situation oder Erfahrung manifestiert. Seitdem trägst du diese versprechen mit dir rum, ohne es zu wissen. In bestimmten Situation kommen diese Gedanken dann wieder zum Vorschein und halten dich davon ab dein Leben so zu gestalten wie du es willst. Weil du warst ja schon immer so.

Und das ist der Knackpunkt. Erstens, warst du nicht schon immer so, sondern eine bestimmte Situation/Erfahrung lässt dich glauben, dass du so bist. Zweitens, kannst du diesen Glaubensansatz/dieses Versprechen auflösen. Das ist nicht einfach, aber möglich.

Ein einfaches Beispiel:

Als Kind wurde dir das Gefühl gegeben, dass du nicht tanzen kannst, dabei warst du eigentlich nur schüchtern. Seitdem bist du in dem glauben, dass du einfach nicht tanzen kannst und es vermutlich auch immer so bleiben. Falsch: du kannst es ändern. Du kannst ein neues Versprechen mit dir schließen, und zwar: Ich kann tanzen. Und ab dem Zeitpunkt lebst du nach diesem Versprechen. Du meldest dich für einen Tanzkurs an und lernst es. DU wirst feststellen, dass noch kein Profi vom Himmel gefallen.

Also was sind denn nun die 4 Versprechen?

1. Versprechen: Verwende deine Worte mit Bedacht

Überlege dir gut, was du sagst. Oft ist man so mit sich selbst beschäftigt, das man vergisst wie seine Worte beim gegenüber ankommen.

Hier ein Beispiel:

Du bist gestresst von der Arbeit und hast Kopfschmerzen, dein Partner ist voller positiver Energie und hüpft wie verrücktes Huhn. Wie reagierst du? Die meisten Menschen würden vermutlich eher genervt reagieren. Das kann aber dazu führen, das dein gegenüber denkt, er hat etwas falsch gemacht, obwohl dem gar nicht so ist. Der Gedanke etwas falsch gemacht zu haben manifestiert sich und dein Partner denkt, wenn ich fröhlich bin, darf ich es nicht mehr zeigen. Er schließt unterbewusst ein Versprechen mit sich: Nach der Arbeit ist nicht der richtige Zeitpunkt für positive Energie – Vermutlich war das aber nie deine Absicht!

Mit diesem ersten Versprechen sind nicht nur die Worte gemeint, die aus deinem Mund kommen, sondern auch deine Gedanken.
Wie sprichst du eigentlich mit dir selbst? Ich für meinen Teil bin oft viel kritischer mit mir selbst als mit anderen. Zu lernen wie man weniger negative Gedanken hat, führt dazu, dass du insgesamt positiver bist. Nicht nur zu andern, sondern auch zu dir.

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2. Versprechen: Nimm nichts persönlich

Eigentlich sagt der Titel es schon: Nimm nichts persönlich!
Wir Menschen neigen dazu, die Worte und Handlungen von anderen persönlich zu nehmen und uns dadurch schnell angegriffen und beleidigt zu fühlen. In den meisten Fällen sagt es mehr über den Empfänger der Nachricht aus, als über dich. Wie schon im ersten Versprechen beschrieben: Die meisten Menschen sind mit sich selbst beschäftigt und machen sich wenig, bis gar keine Gedanken wie ihre Worte bei ihrem Gegenüber ankommen.

Nichts, was eine Person macht, hat mit dir zu tun – sondern ausschließlich mit ihr selbst. Wenn du das verstehst und aufhörst, die Taten anderer persönlich zu nehmen, wirst du dich durch andere nicht mehr verletzen lassen.

Don Miguel Ruiz

3. Versprechen: Stelle keine Vermutungen an

Grundsätzlich stellen wir immer Vermutungen über andere an. Warum ist mein Partner heute so schlecht gelaunt? Mein Chef ist schon wieder gestresst oder das hat sie doch mit Absicht gemacht.
In den meisten Fällen wissen wir nicht, warum Menschen so handeln oder reden. Wir können keine Gedanken lesen.
Bevor man annahmen trifft, sollte man einfach mal nachfragen, in den meisten Fällen bekommt man überraschende Antworten.

4. Versprechen: Gib immer dein Bestes

Kein Mensch ist Fehlerfrei oder Perfekt und danach sollten wir auch nicht streben. Nichtsdestotrotz sollte man immer sein bestmögliches Versuchen. Falls das mal nicht so gut klappt, sollest du es akzeptieren, weil du hast ja dein Bestes gegeben.

Deutsche Ausgabe:

Englische Ausgabe:

Fazit:

Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Es liest sich schnell weg und erklärt an einfachen Beispielen wie das Ganze in die Tat umsetzen kann. Ich mag die Idee, dass man neue Versprechen mit sich selbst schließen kann und damit andere Versprechen (die dich zurückhalten) loswird.

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