Nachhaltig ausmisten

Die KonMari-Methode

Jeder hat davon gehört, jeder kennt sie. Die KonMari-Methode.
Eine Methode um dich von unnötigem Ballast im Leben zu befreien und dich nur mit den Dingen zu umgeben, die dich glücklich machen. Tolle Sache! Doch wohin mit all den Dingen die du nicht mehr brauchst, die dich nicht glücklich machen oder einfach weg müssen?

Einfach alles wegwerfen, wäre die einfachste Variante. Doch wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, ist das nicht sonderlich nachhaltig. Wir Menschen produzieren sowieso schon viel zu viel Müll, verschmutzen unsere Ozeane und unseren Planeten. Trotz alledem verstehe ich den Wunsch nach weniger Dingen. Hier habe ich euch an paar praktische Tipps zusammengestellt, wie ihr nachhaltig und ohne einfach nur wegzuwerfen, ausmisten könnt.

Um ehrlich zu sein, es ist bisschen mehr Arbeit, als einfach alles gedankenverloren in Müllsäcke zu stopfen, aber meiner Meinung nach lohnt sich der Aufwand.

Tipps für Nachhaltiges ausmisten

Bei der KonMari-Methode von Marie Kondo sollte man die folgenden Kategorien in genau der aufgeführten Reihenfolge abarbeiten.

  1. Kleidung
  2. Bücher
  3. Papierkram
  4. Kleinkram
  5. Sentimentales

Es macht schon Sinn nach diesen Kategorien vorzugehen und man wird schnelle Erfolge feiern. Mir persönlich fällt es noch leichter mich von Dingen zu trennen, wenn ich weiß, dass sie nicht einfach nur im Müll landen. Doch wohin mit all dem Kram?

Kleidung

Es gibt Dinge die gehören einfach in die Tonne, da sie durch sind. Viele Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires sind aber eigentlich noch gut in Schuss. Einfach wegwerfen wäre eine Verschwendung von Ressourcen.
Gebrauchte Kleidung kannst du z. B. bei Sozialkaufhäusern in deiner Umgebung, bei Second-Hand Shops oder karitativen Einrichtungen abgeben.
Wirklich gute und kaum getragen Klamotten kannst du ganz einfach verkaufen. Apps wie EbayKleinanzeigen, Kleiderkreisel oder Zalando Wardrobe sind wirklich tolle Hilfsmittel dafür. Alternativ kannst du deine Kleidung auch auf dem Flohmarkt oder bei einer Kleidertauschparty loswerden.

Bücher

Marie Kondo schreibt in ihrem Buch Magic Cleaning, dass das Wegwerfen von Büchern okay sei. Jo, kann man schon machen, find ich aber doof.
Ausgelesene Bücher kannst du ganz einfach in Bibliotheken, Büchercafés oder Einrichtungen wie Oxfam spenden. Du bekommst zwar kein Geld, aber andere Menschen freuen sich evtl. Über dieses oder jenes Buch für einen schmalen Taler.
Zusätzlich gibt es Apps die Bücher zurückkaufen Momox zum Beispiel. Bei manchen Büchern lohnt es sich, bei anderen ist der Aufwand einfach zu groß.

Papierkram

Ausmisten und Schreddern ist hier vermutlich die beste Idee. Schlimm genug, dass immer noch soviel Papier verwendet wird.
Bei Zeitschriften oder Magazinen gibt es auch die Möglichkeit, diese zu spenden. Bei mir gibt es z. B. einen älteren Herren im Haus, der Zeitschriften sammelt und im Gegenzug dafür ein bisschen Geld bekommt. Es gibt genug Stellen die auch heute noch Altpapier ankaufen. Einfach mal danach googeln.

Kleinkram

Nützliche Dinge z. B. Küchenartikel kann man ganz einfach als Spende an Sozialkaufhäuser geben.
Alles was ein bisschen Wertvoller ist, lohnt sich bei EbayKleinanzeigen reinzustellen. Selbst Dinge, von denen ihr denkt „dass will doch wirklich niemand haben“ wird man dort erstaunlicherweise los.
Ich habe z. B. Eine Sammlung von quietsche Enten über EbayKleinanzeigen verschenkt. Diese Sammlung war innerhalb eines Tages weg und ich habe reichlich Anfragen dazu erhalten.
Tatsächlich muss man ein bisschen Geduld und Muße dafür aufbringen. Es lohnt sich aber.
Alternativ ist der klassische Trödelmarkt immer eine gute Idee. Verabrede dich mit Freunden und Miete einfach mal einen Spot.

Sentimentales

Auch hier empfehle ich EbayKleinanzeigen oder den klassischen Trödelmarkt. Du wirst sehen, dass es dich glücklich macht zu wissen, dass andere deine Dinge benutzen.

Wie bereits erwähnt, es ist nicht immer einfach sich von Dingen zu trennen. Mir persönlich fiel es deutlich leichter, mit dem Wissen, dass nicht alles einfach nur auf einer Mülldeponie landet, sondern vielleicht anderen Menschen eine Freude bereitet und tatsächlich genutzt wird.

Du willst mehr über die Methode von Marie Kondo lesen und warum ich der Meinung bin, dass diese Methode einseitig, egoistisch und nicht nachhaltig ist? Hier geht es zu meinem Artikel dazu. Natürlich habe ich auch das ihr Buch Magic Cleaning gelesen, hier gehts zum Review.

Was machst du mit Dingen, die du nicht mehr benötigst? Was ist deine Strategie um dich von Dingen zu trennen? Ich freue mich auf dein Kommentar.

2 Antworten auf “Nachhaltig ausmisten”

  1. Hallo Katja,
    das ist ein guter Artikel zu der Frage, wohin mit dem ganzen ausgemisteten Zeug. Bei Büchern fand ich den Aufwand bei Momox und Co nicht so hoch, per App einscannen, abholen lassen, Geld bekommen. Allein: Man bekommt i.d.R sehr wenig Geld.

    Zeitschrifteninhalte und alte Kalender eigenen sich gut zum Einpacken von Geschenken. Nur nicht für Lebensmittel, wegen der Druckerfarbe. Am wichtigsten ist natürlich, nach dem Ausmisten nicht wieder alles neu zu kaufen. Ziel soll ja nicht sein, Platz für neues zu schaffen, sondern das ganze Überchüssige los zu werden. 🙂

    Liebe Grüße
    Janine

    Antworten

    1. Hi Janine,
      tolle Idee mit dem Kalender. Ich habe schon vor Jahren aufgehört Geschenkpapier zu kaufen und verwende immer Zeitungen zum verpacken von Geschenken. Alte Kalender eignen sich zum verpacken natürlich hervorragend – super Idee, Danke.
      Hab noch einen schönen Tag
      LG Katja

      Antworten

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